Zu gutem „Leben und Arbeiten in Albstadt“ gehört die Sicherung des Bildungsstandortes. Die Zukunft Albstadts ist maßgeblich davon abhängig, dass wir besonders jungen Familien ebenso wie Alleinerziehenden Rahmenbedingungen bieten, die unterschiedlichste Betreuungsangebote für die unterschiedlichen Lebenssituationen von Eltern und Kindern bieten. Entscheidend vor allem für die Entwicklung des Wirtschaftsstandortes Albstadt, seiner Teilorte und unsere Gesellschaft insgesamt wird sein, allen Bevölkerungsschichten ein umfassendes Angebot an Bildung zu vermitteln.

Angebote für Kinder im Kindergarten- und Grundschulalter verbessern

Dies fängt bereits im vorschulischen Bereich mit dem Vorhalten ausreichender qualitativ hochstehender Kindertagesplätze sowohl für Kinder unter 3, wie auch über 3 Jahren, an. Weitergehen muss dies mit einem erstklassigen Angebot an Grundschulen, ebenso wie auch weiterführenden Schulen. Insbesondere bei der Grundschulversorgung gilt weiter der Grundsatz „kurze Beine – kurze Wege“. Die Versorgung mit Grundschulangeboten ist in einer Flächenstadt wie Albstadt deswegen auch weiterhin dezentral und möglichst wohnortnah zu gestalten. Das setzt entsprechende Schulbauten, die modernen Standards genügen, voraus, ebenso auch eine ausreichende Versorgung mit Lehr- und Betreuungskräften.

Modernisierungsrückstände an weiterführenden Schulen überwinden

Das Gleiche gilt darüber hinaus auch für unsere weiterführenden Schulen: Auch hier gilt es Maßstäbe zu setzen, wenn es um die baulichen Voraussetzungen geht. Beispielhaft zu nennen ist das Schulzentrum Lammerberg, in welchem in den letzten Jahren und in den Folgejahren erhebliche Millionenbeträge investiert worden sind. Ungeachtet dessen, dass es hier zu noch erklärungsbedürftigen Kostenexplosionen gekommen ist, ist es von entscheidender Bedeutung, sowohl an diesem Schulzentrum, wie auch an den weiterführenden Schulen, Modernisierungsrückstände zu überwinden. Dies gilt nicht allein für die bauliche Einrichtung, sondern vor allem auch für die Ausstattung unserer Schulen mit zeitgemäßen Lehrmitteln, mit WLAN, Computertechnik und digitalisierten Bildungsangeboten insgesamt. In diesem Feld gilt gleichfalls der Grundsatz, nicht allein planen ist entscheidend, sondern „umsetzen“. Auch dabei gilt es Rückstände zu überwinden.

Kapazitäten für jede gewünschte Betreuungsart schaffen

Für die Schulen in unserer Stadt gilt dasselbe, wie für Kindertagesstätten: Die Lebenswirklichkeit von Familien und Alleinerziehenden wird immer komplexer. Dem muss die Stadt dadurch Sorge tragen, dass für alle Schulbereiche unterschiedlichste Betreuungsformen, je nach Anforderung der Familien, zur Verfügung gestellt werden. Neben dem „klassischen“ Schulbetrieb wird deswegen in allen Schulformen der Aspekt des Angebots von Ganztagesbetreuungen und Schulessen / Mensa immer wichtiger werden. Hier ist die Stadt Albstadt in der Vergangenheit mit der Schaffung eines vielfältigen Angebotes bereits einen guten Schritt vorangekommen. Es muss aber gelten: Wir benötigen ausreichend Kapazitäten für jede gewünschte Betreuungsart, ohne Eltern betreffend der Auswahl ihrer gewählten Schulart zu bevormunden.

Vernetzte Bildungsangebote und Schulsozialarbeit fördern

Erfolgreiche moderne Bildungsarbeit ist eine Querschnittsaufgabe: Das Augenmerk darf nicht nur auf die jeweilige Kindertagesstätte oder Schule allein gerichtet werden – immer wichtiger werden vernetzte Bildungsangebote, die weiter auszubauen sind. Dies sowohl mit unserem Hochschulstandort Albstadt-Sigmaringen, wie auch unter Beteiligung von Industrie- und Wirtschaft und durch weitere Nutzung der Zusammenarbeitsangebote der Technologiewerkstatt in Albstadt Tailfingen. Nur vernetztes Lernen bringt optimalen Lernerfolg.

Auch soziale Aspekte werden in unserer Schullandschaft immer wichtiger. Besonders in Zeiten, in denen die Herkunft der Schülerinnen und Schüler durchaus unterschiedlich ist, wird es immer wichtiger, Wertvorstellungen und Sozialkompetenz auch in der Schule klar zu vermitteln. Schulsozialarbeit genießt in Albstadt bereits in den vergangenen Jahren großen Stellenwert. Hier sind wir auf dem richtigen Weg – es muss allerdings genau beobachtet werden, welche weitere Entwicklung der Bedarf insoweit nimmt. Investition in Prävention ist hier langfristig wesentlich sinnvoller, als Untätigkeit und abwarten.

Wesentliches Ziel der vorausschauenden Bildungspolitik in Albstadt muss es sein, der jungen und künftigen Generation in unserer Stadt die Möglichkeit zu eröffnen, vom Kindergarten bis zum Hochschulabschluss die geeigneten, qualitativ hochwertigen, Einrichtungen in unserer Stadt vorzufinden und anschließend auch zukunftsfähige Arbeitsplätze im Stadtgebiet zu erhalten, um das weitere Wachstum unserer Stadt auf hohem Niveau voranzubringen.

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2 Kommentare zu „Sicherung des Bildungsstandorts Albstadt“

  1. Frank Otterbach

    Hallo lieber Roland,

    der Tag der Entscheidung kommt immer näher und ich würde Dir gerne öffentlich einige Fragen stellen.

    – Die Attraktivität von Albstadt, steht deutlich hinter der von Balingen. Hierzu gehört die Verkehrsführung/ Anbindung, reduzierte Vielfältigkeit an B2C Geschäften, mangelhafte Parkmöglichkeit, wenig attraktive Gastronomie, möglicherweise auch höhere Gefahr durch Kriminalität nur um Beispiele zu nennen. Welche Schritte hast Du in was für einem Zeitraum geplant, falls Du gewählt wirst?

    – Kultur, Wissen und Lernen, sind wichtiger denn je. Leider sind die Stadtbüchereien in Albstadt seit Jahren nicht nennenswert weiterentwickelt worden. Z.B ist es nicht möglich von IOS Geräten seinen Account zu verwalten. Ein funktionierender Prozess für das Einbringen von Buchwünschen existiert nicht. Hast Du auch hierzu eine Strategie und wie sieht diese aus?

    – Als langjähriges Mitglied des Ortschaftsrates in Lautlingen vermisse ich den regelmäßigen und offenen Dialog mit dem OB, auch vermisse das aktive Arbeiten an unseren Themen und zeitnahe Rückmeldung. Wie möchtest Du mit dieser Situation umgehen?

    Ich freue mich auf die „öffentliche“ Beantwortung meiner Fragen und einen guten Verlauf der Wahl.

    1. Roland Tralmer

      Lieber Frank, dazu folgende Kommentare von mir:

      – Auf mein Betreiben und stetes Bohren hat der Gemeinderat schon im vergangenen Jahr ein Konzept „Sicherheit und Sauberkeit in Albstadt“ beschlossen. Das sieht einerseits Aufstockung von Personal und Gerät beim Betriebsamt (Stadtreinigung) vor, anderseits und viel wesentlicher auch die Einführung eines kommunalen Ordnungsdienstes mit polizeilichen Befugnissen, der in Zweierstreifen auch nachts an den neuralgischen Punkten der Stadt patroulliert. Das ist für mich ganz wesentlich, jetzt heißt es wie so oft „Umsetzen“. Das werde ich im Fall meiner Wahl umgehend tun. Dazu kommt natürlich insbesondere für Ebingen die Neugestaltung der Innenstadt, diese muß für Handel und Gastronomie (höherwertig und nicht Schnellimbiß) wieder attraktiver werden. Neben Sicherheitsgefühl ist dazu notwendig, den Aufenthaltscharakter der Stadtzentren wieder zu verbessern – mit mehr grün, mehr Aufenthaltsqualität und attraktiven Veranstaltungen. Dazu brauchen wir die City-Management GmbH, die kein verlängerter Arm der Verwaltung sein darf, sondern an der Wirtschaft und Unternehmen beteiligt werden müssen.

      – Auch das Medienzentrum Ebingen sollte – bei Erhalt von Außenstellen in den Ortsteilen – in die Innenstadt verlegt werden. Daß hier auch die vorhandene digitale Technik den Anforderungen der Zeit angepaßt werden muß, versteht sich von selbst. Der geschilderte Zustand ist so nicht tragfähig, wenn die Einrichtung von breiten Bevölkerungsschichten genutzt werden soll.

      – Thema Ortschaftsräte: In aller Kürze und Klarheit. Im Fall meiner Wahl wird dies anders. Diese sind zu stärken, der OB muß auch öfters in den Ortschaftsräten präsent sein, vor allem aber bei den Bürgern in den Stadtteilen: OB-Sprechstunden nicht mehr nur im Ebinger Rathaus, sondern turnusgemäß auch in allen Ortsteilen. Und zwar zu Zeiten, die es auch Berufstätigen ermöglichen, daran teilzunehmen.

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